Ausrüstungstipps!
Auch an warmen Tagen muss immer stabiles, festes Schuhwerk bei den Pferden getragen werden.
Das heißt: keine Sandalen, keine Stoffschuhe, es müssen geschlossene Schuhe sein, zum Beispiel Trekkingschuhe, Reitstiefel usw.
Gerne beraten wir Sie in diesem Punkte.
Die Gefahr, dass sich ein Pferd auf einen Fuß stellt, ist jederzeit gegeben. Die Pferde wiegen bis zu 600 kg, auch unser Shettywallach (Höhe 85cm) Theodor wiegt 200 kg.
Zum Spielen außerhalb der Pferdehaltung dürfen natürlich mitgebrachte Sandalen angezogen werden.
Literaturempfehlungen

Verlag: Fn-Verlag
ISBN-10: 3885423650
ISBN-13: 978-3885423652
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Was bedeutet es ein Pflegepferd zu haben?
Ihr beteiligt Euch an der Pflege eines Pferdes, dass im Besitz eines anderen Menschen ist und auch von anderen geritten wird. Es wird vor allem die Pflege des Pferdes mit übernommen, und viele andere Kleinigkeiten, die sich so rund um das Thema Tierversorgung bewegen. Eine finanzielle Beteiligung an den Kosten gibt es nicht. Nutzung im Sport bleibt dem Besitzer oder der Reitbeteiligung vorbehalten.
Warum erst Pflegepferd, dann Reitbeteiligung und danach erst ein eigenes Pferd?
Den sicheren Umgang mit dem Pferd zu erlernen, sollte das oberste Gebot jeden Pferdesportinteressierten sein und vor allem erstrangig das Interesse der Eltern sein. Nicht wie schnell kann mein Kind oder Ich auf dem Pferd reiten sollte der Anspruch sein, sondern wie sicher bin ich im Umgang mit dem Pferd. Wir alle müssen erst den Umgang mit dem Tier vom Boden aus erlernen (Bodenarbeit), damit wir es reiten können. Ein Reiter sollte ein Pferd alleine einfangen, halftern, putzen und satteln können, um es dann zu reiten.
Sonst reite ihr besser bei der Kirmes, 5€ zahlen, 5 Runden reiten und wieder Tschüss sagen. Dies hat aber nichts mit dem eigentlichen Reitsport zu tun. Das besondere am Reitsport ist, dass wir einen Partner haben, das Pferd. Nur wenn wir mit unserem Partner ein gutes Team sind, können wir erfolgreich reiten, Spaß und Freude dabei haben. Dies setzt voraus, dass wir das Tier verstehen, dessen Sprache können und seine Bedürfnisse kennen. Das Tier zu versorgen, unter dem Aspekt, dass sowohl dem Tier, wie auch dem Pferdepfleger kein Schaden zustößt sind wichtige Fähigkeiten.
Wenn wir die Pflege von einem bestimmten Pferd mit gestalten, stellen wir zu diesem Lebewesen eine besondere Verbindung her. Der Pferdepfleger/in lernt die Eigenheiten des Tieres kennen und intensiver die Sprache der Pferde, da er mehr Zeit mit dem Tier verbringt. Die Fähigkeiten und Kenntnisse die es im Umgang mit dem Pferd braucht werden hier praktisch trainiert und sind keine graue Theorie.
Wie immer gilt der Leitsatz: „Nicht Wissen/Können, schützt nicht vor Tierquälerei“
Ebenso ist im Reitsport eine große Unfallgefahr gegeben. Allein wenn wir uns die Massen- und Kräfteverhältnisse klar machen, 450 Kg wiegt ein normal großes Pferd, (Pony ab 200 kg) dagegen Kinder mit vielleicht 40 k. Daran kann jeder sehen, dass es hier nicht ums Kuscheln gehen darf. Schwere Verletzungen bis hin zum Tod sind Folgen, wenn Situationen mit dem Tier falsch eingeschätzt werden und es zu Fehlverhalten/Selbstüberschätzung der Menschen kommt.
Welche Vorraussetzungen müssen gegeben sein, um bei uns ein Pflegepferd zu bekommen?
- Ihr braucht genug Zeit in der Woche. Ein guter Pferdepfleger kommt mehr als einmal die Woche zu seinem Pferd.
- Für Schüler heißt dies auch, gute Noten in der Schule zu haben.
- Grundkenntnisse im Umgang mit dem Pferd bei Fachleuten erlernt.
- Bereitwilligkeit Neues dazu zu lernen
- Gewillt zu sein, zuverlässig und verantwortungsbewusst zu handeln
- Ratschläge und Anweisungen von anderen annehmen zu können und zu befolgen.
- Ideal ist, wenn ihr einen Basispass Pferdekunde gemacht habt, oder zumindest anstrebt diesen zu machen.
- Mitgliedschaft im Reitverein inter- und Kinderaktiv e.V.
Welche Rechten und Pflichten hat ein Pferdepfleger bei uns?
- Der Pferdepfleger darf im Rahmen seiner Fähigkeiten sich um das Tier kümmern, wenn dieses nicht im Betrieb oder von der Reitbeteiligung gebraucht wird.
- Es darf mit den Pferden, falls nichts anderes vereinbart ist, selbstständig spazieren gehen und es zum Grasen führen. Ebenso kann der Pferdepfleger es auf eine Koppel bringen, wenn er dafür Sorge trägt, dass es wieder zurückgebracht wird ins Paddock.
- In Absprache mit den Reitlehrern darf er sein Pferd unter Aufsicht im Schritt bewegen.
- Ein Pferdepfleger ist verpflichtet alles über die korrekte Pflege seines Pferdes zu erlernen. Somit gehört nicht nur die Fellpflege dazu, sondern auch die Pflege der Hufe, der Langhaare und aller anderen Körperstellen. (Nüstern, Augen, Euter, Schlauch, Anus....)
- Sich mit dem Umgang des Pferdes fortzubilden. Korrektes Führen des Pferdes (Bodenarbeit), Halftern, Zäumung, Pflege der Materialen rund ums Pferd.
- Säubern von Futtereimern und Tränken sind wöchentliche Pflicht.
- Pferdepfleger sind verpflichtet sich am Wochenmülldienst zu beteiligen.
- Sauberhaltung der Stallungen und des angrenzenden Geländes. Dies bedeutet, wenn ich mein Pferd besuche, putze ich nicht nur das Pferd, ich sorge auch dafür, dass es sich auf einem sauberen Gelände bewegen kann. Genauer gesagt, ich äpple ab und kehre den Putzplatzbereich sauber und räume auf.
- Ein Pferdepfleger darf sich nur in Anwesenheit von Reitlehrern auf dem Gelände aufhalten, nur dann ist er durch den Betrieb versichert.
- Es besteht keine Haftung durch eine Versicherung, bei alleinigem Aufenthalt bei den Pferden. Eltern haften für ihre Kinder.
- Übernahme von mindestens 5 Abendstalldiensten im Jahr, diese Abendstalldienste sollten gemeinsam mit anderen Pferdepflegern abgeleistet werden, so dass 10 halbe Abendstalldienste im Jahr abgeleistet werden, dies sollte in den Schulferien oder an einem Samstagabend geleistet werden. Vorherige Absprache mit der Stallorganisation ist Vorraussetzung.
Wer gerne ein Pflegepferd bei uns haben möchte, muss sich bewerben. Es ist zu bedenken, dass die Pferdeanzahl begrenzt ist und es auch eine Warteliste gibt.


